Evangelische Schönaugemeinde Mannheim

 
 

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Weltgebetstag der Frauen

 

Weltgebetstag 2018

Termin: Freitag, 02. März 2018
Ort: Emmaussal, Bromberger Baumgang 18
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Was ist der Weltgebetstag?

Seit über 100 Jahren gibt es die Weltgebetstagsbewegung. Ihre Anfänge hatte sie in den USA und Kanada.  Heute feiern Menschen in über 170 Ländern weltweit immer am ersten Freitag im März den Weltgebetstag. Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Nicht nur die Schreiberinnen des Gottesdienstes gehören verschiedenen christlichen Konfessionen an. Auch die Frauen vor Ort arbeiten in ökumenischen Gruppen zusammen. In unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten sie so den Weltgebetstag.

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Wer führt den Weltgebetstag in der Evangelischen Gemeinde Schönau durch?

Der Frauenkreis unter Führung von Fr. Weisbrod organisiert schon seit vielen Jahren den Weltgebtstag in unserer Gemeinde. Die Frauen arbeiten dabei eng mit der katholischen Gemeinde der "Guter Hirte" zusammen.
Kontakt: Fr. Weisbrod Tel: 0621-78 18 55

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Was sind die Ziele des Weltgebetstages?

Bei den WGT-Feiern sind Frauen über Konfessionsgrenzen und über Ländergrenzen hinweg in Verbindung. Das Motto der Weltgebetstagsbewegung heißt  „Informiert Beten, Betend Handeln“:
„Informiert Beten“ findet statt, wenn der Gottesdienst der Frauen aus einem anderen Land gefeiert wird. Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher erfahren viel über das Leben von Frauen in anderen Ländern und darüber wie Frauen dort die Bibel lesen und deuten. 
„Betendes Handeln“ heißt –  im Gedanken dieser christlichen, schwesterlichen Solidarität –  Gaben austauschen. Das können Engagement und Zeit sein, aber auch materielle Güter sein.

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Wer ist die Zielgruppe des Weltgebetstages?

In den Vorbereitungsgruppen vor Ort findet man Frauen verschiedener christlicher Konfessionen. Die Frauen sind unterschiedlichen Alters, haben einen unterschiedlichen Bildungshintergrund und ganz vielfältige Interessen. Einige Frauen sind zum Beispiel in der Eine-Welt-Arbeit aktiv oder interessieren sich für globale gesellschaftspolitische Fragen. Andere beschäftigen sich gerne intensiv mit biblischen Texten. Wiederum andere machen Musik oder probieren gerne Rezepte aus anderen Ländern aus. Und das sind nur einige Beispiele, warum Frauen in den Weltgebetstaggruppen vor Ort aktiv sind.

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Was ist an Weltgebetstagsgottesdiensten anders als bei normalen Gottesdiensten?

Weltgebetstagsgottesdienste haben viele Besonderheiten. Ein besonderer Aspekt ist, dass sie von Frauen an der Basis vorbereitet und durchgeführt werden.
Außerdem sind die Gottesdienste ökumenisch.

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Wer ist zum Weltgebetstagsgottesdienst eingeladen?

Zum WGT-Gottesdienst sind alle eingeladen, also Frauen, Männer und Kinder.

(Quelle: www.weltgebetstag.de)

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Weltgebetstag 2018


Am Freitag, den 2. März 2018, feiern Menschen rund um den Erdball Gottesdienste zum Weltgebetstag.

2018 wird der WGT von Frauen aus Surinam vorbereitet.

Gottes Schöpfung ist sehr gut!

Surinam, wo liegt das denn? Das kleinste Land Südamerikas ist so selten in den Schlagzeilen, dass viele Menschen nicht einmal wissen, auf welchem Kontinent es sich befindet. Doch es lohnt sich, Surinam zu entdecken: Auf einer Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland vereint das Land afrikanische und niederländische, kreolische und indische, chinesische und javanische Einflüsse. Der Weltgebetstag am 2. März 2018 bietet Gelegenheit, Surinam und seine Bevölkerung näher kennenzulernen. „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ heißt die Liturgie surinamischer Christinnen, zu der Frauen in über 100 Ländern weltweit Gottesdienste vorbereiten. Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche – alle sind herzlich eingeladen!  

Surinam liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Dank seines subtropischen Klimas ist eine vielfältige Flora und Fauna entstanden mit  üppigen Riesenfarnen, farbenprächtigen Orchideen und über 1.000 verschiedenen Arten von Bäumen. Rund 90 Prozent Surinams bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Ameisenbären, Jaguare, Papageien und Riesenschlangen haben hier ein Zuhause gefunden. Surinams Küsten eignen sich zwar nicht als Badestrände, dafür legen an den unberührten Stränden des Galibi-Naturreservats riesige Meeresschildkröten ihre Eier ab.

Mit seinen rund 540.000 Einwohner*innen ist Surinam ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Küstennähe, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Paramaribo. In dieser als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Stadt steht die Synagoge neben einer Moschee; christliche Kirchen und ein Hindutempel sind nur wenige Häuserblocks entfernt. Die Wurzeln für Surinams vielfältige Bevölkerung liegen in der bewegten Vergangenheit des Landes. Im 17. Jahrhundert brachten erst die Briten, dann die Niederländer Surinam unter ihre Herrschaft. Auf den Plantagen der Kolonialherren schufteten die indigene Bevölkerung und bald auch aus Westafrika verschleppte Frauen und Männer. Ihre Nachkommen stellen heute mit den Maroons und Kreolen die größten Bevölkerungsgruppen. Nach dem Ende der Sklaverei 1863 warben die Niederländer Menschen aus Indien, China und Java als Vertragsarbeiter an. Neben europäischen Einwanderern zog es Menschen aus dem Nahen Osten und den südamerikanischen Nachbarländern nach Surinam.

Diese Vielfalt Surinams findet sich auch im Gottesdienst zum Weltgebetstag 2018: Frauen unterschiedlicher Ethnien erzählen aus ihrem Alltag. In Surinam, wohin Missionare einst den christlichen Glauben brachten, ist  heute fast die Hälfte der Bevölkerung christlich. Neben der römisch-katholischen Kirche spielen vor allem die Herrnhuter Brudergemeine eine bedeutende Rolle. An der Liturgie zum Weltgebetstag haben Vertreterinnen aus fünf christlichen Konfessionen mitgewirkt. 

Doch das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam ist zunehmend gefährdet. Die Wirtschaft des Landes ist extrem abhängig vom Export der Rohstoffe Gold und Öl und war es bis 2015 auch vom Bauxit. Schwanken die Preise auf dem Weltmarkt, so trifft dies den surinamischen Haushalt empfindlich. Das einst gut ausgebaute Sozialsystem ist mittlerweile kaum noch finanzierbar. Während der massive Rohstoffabbau die einzigartige Natur Surinams zerstört, fehlt es in Politik und Gesellschaft des erst 1975 unabhängig gewordenen Landes an nachhaltigen Ideen für Alternativen. Dass das Gleichgewicht in Surinams Gesellschaft aus den Fugen gerät, wird besonders für Frauen und Mädchen zum Problem. In den Familien nimmt Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Vermehrt brechen schwangere Teenager die Schule ab. Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not.

In Gebet und Handeln verbunden mit Surinams Frauen sind am 2. März 2018 hunderttausende Gottesdienstbesucher*innen in ganz Deutschland. Mit Kollekten und Spenden zum Weltgebetstag 2018 fördert das deutsche Weltgebetstagskomitee das Engagement seiner weltweiten Projektpartnerinnen. Darunter ist auch die Frauenarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine in Surinam. Sie bietet qualifizierte Weiterbildungen für Jugendleiterinnen an, die jungen Frauen in Schwierigkeiten zur Seite stehen.

Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

 

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